Neujahr

Für Viele hat mit dem Beginn dieser Woche auch das neue Arbeitsjahr begonnen und somit der „gefühlte alltägliche Wahnsinn“ seinen Lauf genommen. Schnell fallen wir so auch mental wieder in alte Muster und die so hoffnungsvoll gestalteten Vorsätze für 2019 sind bereits nach wenigen Tagen passé. Ob mehr Sport, weniger Alkohol, Schluss mit dem Rauchen oder mehr Zeit für sich selbst, so vielfältig die Vorsätze auch sind, so verschieden sind leider auch die Vorwände, die mein Schweinehund parat hat, um mir klarzumachen, dass es auch „eigentlich unmöglich“ war meine Vorsätze in die Tat umzusetzen.

Mittlerweile habe ich sogar die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen sich aus diesem Grund schon gar keine Vorsätze bzw. Ziele mehr für das neue Jahr stecken.

Geht es dir vielleicht auch so? Wieso eigentlich? Und können wir das Ganze nicht umdrehen und uns dieses Wissen zur Funktionsweise unseres Gehirns für uns zu Nutze machen? Fühlt es sich nicht großartig an Ziele zu erreichen und daraufhin neue Projekte in Angriff zu nehmen? Beruflich als auch privat? Wie wäre es, wenn wir von heute an Gewohnheiten ändern und das ohne dafür zwangsläufig einen Jahreswechsel als Startschuss zu benötigen? 

In meinem Januar-Blog soll es daher vorrangig um das Thema Vorsätze gehen.

Um wirklich herauszufinden wie es um unsere Vorsätze bzw. Ziele steht, sollten wir uns ein paar tiefgründigere Gedanken dazu machen. Ein Vorsatz, der am Silvesterabend zwischen einem Bier und einem Glas Sekt zu Mitternacht spontan entstanden ist, ist häufig herausfordernder als ein wirklich durchdachtes und mit einem tiefen Wunsch verbundenen Ziel. Es ist aus der Situation heraus eben schnell etwas ausgesprochen, was in Wirklichkeit gar nicht unserem innersten Willen entspricht.

Eine Frage, die wir uns in diesem Zusammenhang zuerst stellen sollten, ist, ob es sich bei dem Vorsatz auch tatsächlich um MEIN eigenes Ziel handelt. Möglicherweise habe ich mir nur ein Ziel gesetzt, weil es mein direktes Umfeld (Partner, Familie, Freunde, Arbeitskollegen) oder die Gesellschaft vermeintlich von mir erwartet. In diesem Zusammenhang ist es sinnvoll, dass ich mir Gedanken dazu mache, was sich konkret für mich nach der Erreichung meines Ziels ändert. Was ist also der Mehrwert, den ich für mich mit diesem Vorsatz schaffen kann? Oder aber auch was ist das Ziel hinter dem Ziel?  

Ein kurzes Beispiel dazu veranschaulicht den Gedanken meiner Meinung nach recht deutlich. Wenn du dir beispielsweise vorgenommen hast den Stress im Job zu reduzieren, dann machst du das in erster Linie vermutlich nicht um lediglich im Job weniger Stress zu haben, sondern vielmehr um vielleicht insgesamt gelassener durchs Leben zu gehen oder deinem Privatleben mehr Gewicht im Alltag verleihen zu können. Das Ziel hinter dem Ziel ist in diesem Fall also größere Gelassenheit oder mehr Privatleben und nicht das ursprünglich formulierte „Stress im Job reduzieren“.

Sobald dir klar geworden ist, was dein Ziel hinter deinem Ziel ist, solltest du dich nun dem Gedanken widmen, wie es wohl sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast. Um bei dem genannten Beispiel zu bleiben: Wenn du gelassener durchs Leben gehst, wie werden sich dann deine Beziehungen verändern? Wenn du mehr Zeit für dein Privatleben hast, wie nutzt du diese? Machst du vielleicht mehr Sport? Liest du mehr etc.? Wie fühlt es sich an, diese Vorstellung weiter zu entwickeln?

Letztlich ist es noch wichtig, welche Bedeutung du deinem Ziel beimisst. Ist es auch eine Option das Leben von heute in gleicher Art und Weise fortzuführen und nichts zu verändern? Wenn ja, warum brauchst du dann dieses Ziel?

Wenn du die oben genannten Fragen in Bezug auf deine Ziele ehrlich beantwortet hast, hast du schon den ersten Schritt auf dem Weg zur Zielerreichung gemeistert, den du so in der Vergangenheit vielleicht noch nicht gegangen bist. Sollten sich nach Beantwortung der Fragen für dich anders lautende oder sogar neue Ziele ergeben haben, so ist das völlig normal und bringt dich deinen Zielen ein ganzes Stück näher.

Wenn du erst einmal dein Warum hinter deinen Zielen kennst, wirst du merken, dass es viel einfacher ist, deine guten Vorsätze auch einzuhalten und es immer leichter wird dein Ziel zu erreichen.

Gern unterstütze ich dich auch auf dem Weg zu deinem Warum und zu deinen Zielen. Für Fragen und Anmerkungen bin ich natürlich jederzeit für dich da.

Alles Liebe, Deine Lisa